Geologie im El Hierro-Lexikon

Wie auch alle anderen kanarischen Insel, so ist auch El Hierro vulkanischen Ursprungs. Mit ihren geschätzten 1,12 Millionen Jahren ist El Hierro dabei jedoch die jüngste Insel des Archipels. Was El Hierro weiter von den anderen kanarischen Inseln unterscheidet, ist die Tatsache, dass sich El Hierro noch in der ersten der dreiphasige Entstehungsgeschichte befindet, die die anderen Kanarischen Inseln bereits hinter sich haben.

Der Höhepunkt der Ausbrüche der Vulkane wird auf 10.000 v. Chr. geschätzt. Die jüngsten Eruptionen waren dabei wohl von 4.000 v. Chr. bis ins erste Jahrhundert n. Chr. Die Insel formte sich dabei nach und nach. Die Lavaströme erweiterten dabei die Insel. Der letzte und einzige registrierte Ausbruch des Vulkans Lomo Negro bei Playa Verodal fand im Jahr 1793 statt. Diese war begleitet von einem Erdbeben.

Die Insel El Hierro bietet trotz der geringen Größe von 268,71 km² eine große landschaftliche Vielfalt. Es gibt beispielsweise die karge Lavawüste und auch den märchenhaften Nebelwal, sowie Kiefernwälder und Obsthaine, aber auch saftig-grünes Weideland. Darüber hinaus gibt es auch das passende Klima für Ananas- und Bananenplantagen. Darüber hinaus gibt es auch große Höhlen, so zum Beispiel die im Süden gelegene Cueva de Don Justo, die größte Höhle der Insel. Es handelt sich hierbei um eine Höhle mit einem weit verzweigten System von Lavatunneln. Diese entstanden, als die Außenhaut der Lava bereits erkaltet war und stehen bleibt, wobei im Innern die Lava jedoch weiter geflossen ist. Auf El Hierro gibt es aber auch sehr viele Höhlen, die durch Gasblasen entstanden sind. Diese dienten den Guanchen als Grabstätte, aber auch als Unterkunft.



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Land: Spanien
Inselgruppe:
Kanarische Inseln
Hauptstadt: Valverde
Fläche: 268,71 km²
Einwohner: ~10.500
Dichte: 39,29 Einwohner/km²