Garoé im El Hierro-Lexikon

El Hierro, die kleinste der sieben großen Inseln des kanarischen Archipels im Atlantischen Ozean, hat eine lange Geschichte. Wohl schon im 5. Jahrhundert v. Chr. fand die Besiedlung der Insel statt. Ihr heutiger Name „Hierro“ hat jedoch nichts mit dem spanischen Wort für Eisen zu tun. Es war vielmehr so, dass die Ureinwohner, die Bimbaches, der Insel ihre Insel Esero, Fero, oder Hero nannten. Überhaupt sind die Spuren der Ureinwohner noch heute auf der Insel sehr sichtbar. So befindet sich zum Beispiel im Inselinneren – nördlich von San Andrés – und zwar auf einer Höhe rund 1000 m eines der Wahrzeichen der Insel – der Garoé. Es handelt sich hierbei um den heiligen Baum der Ureinwohner. Hierbei handelt es sich um einen Stinklorbeerbaum, der allerdings im Jahr 1957 neue gepflanzt wurde. Den Ur-Baum - ein Exemplar des Tilo-Lorbeerbaumes – soll ein Sturm im Jahr 1610 niedergerissen haben.

Der Garoé, das Wahrzeichen der Insel El Hierro

Dort, wo der Garoé steht, gibt es auch ein kleines Informationszentrum, das über die Geschichte und die Bedeutung des Baumes informiert, der von den Ureinwohnern nicht nur als Wasserspender genutzt wurde, sondern auch verehrt wurde. Seine historische Bedeutung wurde durch die Aufnahme des heiligen Baumes in das Wappen der Insel illustriert. Das Wappen zeigt dabei einen tropfenden Baum mit Wolken in seiner Krone. Der Ur-Baum soll dabei sehr hoch und seine Krone sehr groß und mit dichtem Laub bewachsen gewesen sein. Er soll dabei den Bimbaches das Überleben auch in Dürrezeiten gesichert haben, weil er – wie viele andere Bäume auf der Insel auch noch heute – an seinen Blättern und Zweigen ständig Luftfeuchtigkeit kondensiert.

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