Museumsdorf Guinea im El Hierro-Lexikon

Die Sehenswürdigkeiten der Kanareninsel El Hierro sind vielfältig. Zu ihnen zählt auch das Museumsdorf Guinea. Dieses befindet sich zwischen Frontera und Las Puntas. Im Museumsdorf Guinea zu sehen sind die Lavasteinhäuser, die nach der Eroberung von El Hierro im 15. Jahrhundert entstanden. In diesen Häusern hatten die Menschen noch bis ins letzte Jahrhundert hinein gelebt. Bei einer Führung werden auch verschiedene Küchengeräte und Werkzeuge, sowie Kleidungsstücke und Einrichtungsgegenstände gezeigt. Zuvor standen an diesem Ort die Höhlenwohnungen der Ureinwohner der Insel. Es handelt sich um ein Freilichtmuseum. Das Ecomuseo de Guinea , wie das Museumsdorf mit vollem Namen heißt, ist dabei ein archäologisches und ethnographisches Museum, wobei hier auch gezeigt wird, wie wirtschaftlich die Bewohner schon damals mit dem kostbaren Gut Wasser umgingen.

Ganz in der Nähe des Museumsdorfs befindet sich ein weiteres ganz besonderes Dorf - das der Riesenechsen. Diese galten als ausgestorben und wurden in den 1970er Jahren von Hirten sozusagen wieder entdeckt. Diese stehen seither unter besonderem Schutz. In zugänglichen Terrarium können Besucher dieses Dorfes einige dieser Tiere bewundern. Möglich ist dies seit dem Jahr 1996. Jährlich werden in der Aufzuchtsstation rund 50 Tiere groß gezogen. Sie werden erst in die Freiheit entlassen, wenn sie groß genug sind, um sich gegen ihre Feinde zur Wehr zu setzen. Die Aufzuchtsstation hat aber auch noch einen anderen Zweck, und zwar um die Tiere zu erforschen und sie nachzuzüchten.

Wenn man das Museumsdorf besuchen möchte, dann kann man diesen Besuch im Übrigen gut mit einer kleinen Wandertour durch die Hochebene von El Hierro verbinden.


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