Wetter im El Hierro-Lexikon

Allgemein kann man das Wetter auf der Kanareninsel El Hierro als sehr angenehm bezeichnen. Aufgrund der beschränkten Anzahl von Gästebetten, die auf El Hierro jedoch zur Verfügung stehen, können nur sehr wenige Touristen im Jahr diese Temperaturen genießen. Es ist so, dass auf El Hierro über das ganze Jahr hinweg ein recht frühlingshaftes Wetter herrscht. Für das erholsame Klima verantwortlich sind zwei die Temperatur regulierenden Faktoren, welche letztlich das Wetter bestimmen, und zwar der Kanarenstrom als beständige Meeresströmung, wie auch der regelmäßige Nordost-Passatwind.

Die stärkeren Regenfälle, die es auf El Hierro gibt, ereignen sich zumeist in den Wintermonaten, und zwar dann, wenn die tiefer ziehenden Passatwolken an den Berghängen aufgehalten werden. Dort geben sie dann ihre Feuchtigkeit ab. Im August und September herrschen auf El Hierro in der Regel hochsommerliche Temperaturen. In diesen Monaten zeigt sich auch das Meer von seiner wärmsten Seite, nämlich rund 23°C hat es dann – die beste Badezeit also, wobei es auf El Hierro auch im Sommer einige kühle Tage geben kann.

Zu einem besonderen Naturschauspiel auf El Hierro kommt es, wenn der Wüstenwind Calima auftritt. Es ist nämlich so, dass es dann auf El Hierro so ist, dass neben einer trockenen Hitze mit bis zu 35°C, aber auch durchaus mehr, feiner Sand aus der Sahara mit kommen kann. Dieser lässt dann den Himmel rot verhangen erscheinen. Man spricht dann auch vom brennenden Himmel. Dieser kann dann unter Umständen das ganze Leben auf der Insel zum Erliegen bringen. Aber die Inselbewohner sind gelassen und nehmen dies hin.

Wetterkapriolen auch auf den Kanaren

Redet man von den Kanarischen Inseln, so denkt man automatisch an Sommer, Sonne, Strand und Meer. Wer jedoch die Kanareninsel El Hierro kennt, der weiß, dass Strand und Meer hier jedoch eher Mangelware sind. Es gibt auf El Hierro, die die kleinste der sieben großen Inseln der Kanaren ist, nur sehr wenige Möglichkeiten des Sonnenbadens. Aber einige Plätze finden sich auch hier – und das bei frühlingshaften Temperaturen das ganze Jahr über.

Nun ist es im Zuge des Klimawandels aber so, dass auch die Kanarischen Inseln nicht von Wetterkapriolen verschont werden. So tobte zum Beispiel im Januar 2008 ein Sturm über den Kanaren, der auch auf der Kanareninsel El Hierro für zahlreiche Schäden sorgte. So war aufgrund des Sturms auf El Hierro ein großer Teil der Stromversorgung ausgefallen. – Was solls wird man denken: Ein paar Stunden ohne Strom. Machen wir eine Kerze an und schon wird es obendrein auch romantisch. Nun ist es aber so, dass El Hierro mit seinen rund 280 km² nun nicht recht groß ist und dieser Sturm mit Sturmböen von bis zu 120 km/h in weiten Teilen der Insel große Schäden angerichtet hat und gut die Hälfte der Inselbewohner ohne Strom war, weil eine wichtige Versorgungsleitung unterbrochen wurde. Darüber hinaus wurden auch zwei Hochspannungsmasten umgerissen.

Aber nicht nur, dass eine Vielzahl von Menschen eine Weile ohne Strom war, vielmehr gab es auch – was für die Menschen noch viel schlimmer ist, da die Insel einen sanften Tourismus betreibt und die Landwirtschaft die Haupteinnahmequelle ist – große Schäden auf den Obstplantagen.



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